Klekkso

Was passiert, wenn Kunst nicht nach Aufmerksamkeit ruft, sondern einfach weiterarbeitet – Nacht für Nacht, Stift für Stift (Deckel für Deckel)?

Klekkso, Göttinger Künstler, Beobachter, Upcycler, Tresenpoet, hat in den letzten Jahren über 10.000 Bierdeckel bemalt. Nicht aus Gag. Nicht für Likes. Sondern weil er muss. Weil das, was rauswill, eine Fläche braucht. Und wenn’s kein Atelier ist, dann eben der Kneipentisch.

In seiner Kunst verschmelzen Strich und Story, Fundstück mit Gefühl und Bedeutung.
Neben den klassischen Leinwänden gibts bei Klekkso Bierdeckel, Plattencover, Magic-Karten, Holzplatten, Straßenreste – alles wird bei ihm zu Trägern einer leisen, ungefilterten Weltsicht. Nicht laut. Aber eindringlich. Nicht gefällig. Aber aufrichtig. Nicht geplant – sondern passiert.

New York war nicht der Höhepunkt:
Ja, Klekkso war auf dem Times Square. Seine Kunst flimmerte über riesige Screens mitten in Manhattan.
Aber er selbst sieht diesen Moment nicht als Krone, sondern als Teil einer Reise, die immer schon auf der Straße in Göttingen lief: im Dots, im Vinyl Reservat, in Hinterzimmern, der Musa, bei Breakdance-Battles, in Gesprächen zwischen Tür und Tresen.

Klekkso sucht nicht Prestige – er sucht Präsenz. Ein Künstler, der sich selbst nicht inszeniert – sondern weitermacht, auch falls einmal niemand hinsieht.

Sein Stil: Post-Graffiti trifft feine Intuition. Eine visuelle Sprache irgendwo zwischen urbanem Widerstand und melancholischem Blick. Jedes Werk ist ein Fragment, eine Geste, eine Geschichte.
Und zusammen erzählen sie von einer Welt, die zu viel vergisst und zu wenig spürt.

Warum in der Score Gallery?

Weil wir glauben: Kunst ist da, wo du sie nicht erwartest. Weil wir keine cleanen Wände brauchen, um zu zeigen, was brennt. Weil weil wir keinen Bock auf Hotelzimmerkunst haben. Weil wir glauben, dass Kunst aus der Nacht kommt, nicht aus dem Katalog. Weil Klekkso das lebt, was wir meinen: Widerstand durch Ausdruck. Schönheit durch Haltung. Präsenz durch Kunst.